Impfungen, Bluttests und Auslandskrankheiten

Diese Informationen sollen dazu dienen, Ihnen einen Überblick über die Impfungen und Bluttests die unsere Hunde aus dem Ausland haben und sogenannten Auslandskrankheiten zu geben.

Unser Team beantwortet selbstverständlich eure persönlichen Fragen vor, während und nach einer Vermittlung. Ebenso selbstverständlich sind wir immer bei auftretenden Unklarheiten und gesundheitlichen Problemen für da.

 

Die Auflistung der möglichen Krankheiten, die ein Hund aus dem Ausland haben kann, wirkt sich sicherlich zunächst abschreckend auf Menschen aus, die einem dieser Hunde ein Zuhause geben möchten. Nicht jeder Hund aus dem Ausland ist jedoch krank! Wir möchten euch jedoch auf die Möglichkeiten dieser Krankheiten hinweisen, damit Sie im Fall der Fälle nicht unvorbereitet vor einer schwierigen Situation stehen.

 

Bedenket aber bitte auch, dass es für KEINEN Hund, egal woher er stammt, eine lebenslange Gesundheitsgarantie geben kann. Jeder Hund kann im Laufe seines Lebens erkranken, nicht nur an den so genannten Mittelmeer- bzw. Auslandskrankheiten.


Impfungen

Unsere Hunde aus dem Ausland haben folgende Impfungen:

  • vor min. 21 Tagen 1x Rabies- Impfung gegen Tollwut
  • 2x DHPPi/L- Impfung gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Parainfluenca, Leptospirose
  • 1x KC - Impfung gegen Zwingerhusten mit Trockenimpfstoff

Alle unsere Hunde aus dem Ausland besitzen einen EU- Ausweis und einen Chip. Sämtliche Impfungen, Bluttests und Daten sind dort eingetragen.


Der Bluttest

 

Alle Hunde, die wir holen, haben einen aktuellen SNAP4 Test auf Anaplasmose, Babesiose, Ehrlichiose, Borreliose und Dirofilariose- Herzwumbefall. Welpen haben dazu noch einen Giardien Test hinter sich.

 

Beachtet aber bitte, dass dieser Test lediglich eine Momentaufnahme ist, kein definitiver Ausschluss einer Krankheit. 

 


Auslandskrankheiten

Anaplasmose

Die Anaplasmose ist eine von Zecken übertragene Erkrankung, bei der die weißen Blutzellen geschädigt und zerstört werden. Die Erkrankung ist durch alle 2-3 Wochen wiederkehrende Erkrankungsschübe gekennzeichnet, die mit Fieberschüben und verschlechtertem Allgemeinbefinden einhergehen. Eine gute Zeckenbekämpfung ist die beste Prophylaxe. Wirksame Zeckenpräparate stehen in Form von Tabletten, Spot-Ons oder Halsbändern zur Verfügung.

 

Übertragung:

Die Erreger werden über Zecken übertragen.

 

Hauptsymptome:

Plötzlich einsetzendes hohes Fieber. Die Tiere werden apathisch und fressen nicht mehr.

Häufig können auch Erbrechen und Durchfall sowie zentralnervöse Symptome beobachtet werden. Auftretende Bewegungsunlust bzw. Lahmheiten können auf Entzündungen in den Gelenken und damit verbundene Schmerzen zurückgeführt werden. Weiterhin können auch innere Organe wie Leber, Milz und Nieren sowie die Augen betroffen sein. Ein Erblinden der Tiere ist möglich

 

Schutz durch:

Insekten-/ Zeckenschutz

 

Behandlung:

Doxcyclin (Antibiothika) und Pantoprazol (Magenschutz)


Babesiose

Die Babesiose ist eine lebensgefährliche Erkrankung bei Hunden, bei der die roten Blutkörperchen durch Einzeller befallen und zerstört werden, ähnlich wie bei der Malaria des Menschen. Daher wird die Krankheit auch häufig als "Hundemalaria" bezeichnet. Während die Erreger der Malaria des Menschen (Plasmodien spp.) jedoch durch den Stich bestimmter Mücken übertragen werden, werden die Erreger der Babesiose durch Zecken übertragen. Zur Zeckenbekämpfung stehen wirksame Präparate in Form von Tabletten, Spot-Ons oder Halsbändern zur Verfügung.

 

Übertragung:

Eine Übertragung der Babesiose auf den Hund erfolgt durch den Biss der braunen Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus). Für Katzen ist diese Erkrankung in Europa nicht von Bedeutung.

 

Hauptsymptome:

Hohes Fieber (bis 42° C), starkem Durst, Appetitlosigkeit, Mattigkeit und schneller Konditions- und Gewichtsverlust. Im weiteren Verlauf kommt es durch den Befall und die Zerstörung der roten Blutkörperchen zu Blutarmut und Gelbsucht mit rotem oder grünlichem Urin. In Haut und Schleimhäuten können Blutungen zu erkennen sein. Weiterhin können oberflächliche Entzündungen der Schleimhäute, besonders der Maulschleimhaut auftreten. Sofern auch das zentrale Nervensystem betroffen ist, sind Bewegungsstörungen durch unvollständige Lähmungen sowie epileptische Anfälle

möglich. Wird die Babesiose nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, sterben die erkrankten Hunde in der Regel.

 

Vorbeugung:

Besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, welche Schutzmaßnahmen für Ihren Hund vor einer Auslandsreise getroffen werden können. Wichtig ist ein zuverlässiger Zeckenschutz (Spot On / Halsband). Zusätzlich gibt es auch Impfstoffe und Medikamente, die vor Babesiose schützen.

 

Schutz durch:

Impfung, Insekten- / Zeckenschutz, Medikamente


Borreliose

Die Borreliose ist eine bakterielle Erkrankung des Hundes, die vor allem mit Bewegungsstörungen auf Grund von Gelenkserkrankungen einhergeht und unverzüglich mit einem Antibiotikum behandelt werden muss. Die krankheitsverursachenden Borrelien werden vom Gemeinen Holzbock auf den Hund übertragen. Zur Zeckenbekämpfung stehen wirksame Präparate in Form von Tabletten, Spot-Ons oder Halsbändern zur Verfügung. Daneben ist auch eine Impfung erhältlich.

 

Übertragung:

Die Infektion erfolgt durch den Biss des gemeinen Holzbocks (Ixodes ricinus).

 

Hauptsymptome:

Bei den meisten Hunden verläuft eine Borreliose ohne erkennbare Symptome. Es kann aber auch Appetitverlust, Mattigkeit und hohes Fieber beobachtet werden. Nach einiger Zeit kann es zu schmerzbedingten Bewegungsbeeinträchtigung und wiederkehrenden Lahmheiten durch Entzündungen verschiedener Gelenke kommen. Im weiteren Verlauf sind auch Organschäden

möglich, die vor allem die Nieren und das Herz betreffen. Auch Nervenentzündungen und Überempfindlichkeiten im Rückenbereich sowie akute Hautentzündungen mit wässrigen Ausschwitzungen (Hot spots) können auftreten.

 

Schutz durch:

Impfung, Insekten- / Zeckenschutz


Dirofilariose

Die Dirofilariose oder auch Herzwurmkrankheit wird durch einen Wurm (Dirofilaria immitis) verursacht, der bis zu 30 cm lang werden kann und Lungengefäße sowie Herz des Hundes besiedelt. Die Krankheit kann tödlich verlaufen, wenn durch eine Herzschwäche ein Leber- oder Nierenversagen

ausgelöst wird. Überträger des Wurms sind die Gemeine Stechmücke (Culex pipiens) sowie andere Stechmückenarten. Zur Prophylaxe gibt es neben dem Insektenschutz durch Spot-ons oder Halsbänder auch Medikamente die sich zur Vorbeugung eignen.

 

Übertragung:

Die Übertragung des Herzwurms erfolgt durch Stechmücken. Katzen sind für diese Erkrankung weniger empfänglich.

 

Hauptsymptome:

Zwischen Infektion und dem Auftreten erster Symptome können 6 Monate vergehen. Durch die Funktionsstörungen von Herz und Lunge kommt es zu Atemnot, chronischem Husten, Abnahme des Körpergewichts, Leistungsschwäche und Blutarmut. Die Krankheit kann tödlich verlaufen, wenn

durch eine Herzschwäche ein Leber- oder Nierenversagen ausgelöst wird. Die Behandlung des befallenen Hundes ist äußerst schwierig.

 

Behandlung:

Medikamente (Injektion)

 

Vorbeugung:

Fragen Sie Ihren Tierarzt nach einem geeigneten Medikament, das Ihren Hund bei einem Auslandsaufenthalt wirksam schützt. Zusätzlich sollten Sie Ihren Hund vor den übertragenden Mücken (Spot On /Halsband) schützen.

 

Schutz durch:

Insekten- / Zeckenschutz, Medikamente


Echinokokken

Bei Echinokokken handelt es sich um Bandwürmer, die im Dünndarm von Fleischfressern parasitieren. Ein Befall verursacht bei den Endwirten (u.a. Fuchs, Hund, Katze) keine oder geringe klinische Symptome. Die Infektion kann dagegen für Fehl- und vor allem für Zwischenwirte tödlich sein,

da sich in den inneren Organen (v.a. in Leber und Lunge) unter Ausbildung von tumorähnlichen Zysten die Finnen entwickeln. Durch eine regelmäßige Entwurmung des Hundes mit z.B. Praziquantel werden auch die Bandwürmer erfasst. In einigen Ländern bestehen Vorschriften bezüglich der Entwurmung bei Einreise.

 

Schutz durch:

Medikamente


Ehrlichiose

Die Ehrlichiose ist eine Erkrankung der weißen Blutkörperchen, die ohne Therapie auch zu irreversiblen Organschädigungen führen kann. Die Erkrankung wird durch die braune Hundezecke übertragen. Wirksame Zeckenpräparate stehen in Form von Tabletten, Spot-Ons oder Halsbändern zur Verfügung.

 

Übertragung:

Durch den Biss der braunen Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) erfolgt eine Übertragung auf den Hund.

 

Hauptsymptome:

Fieber, Schwäche, Abmagerung und eventuell erhöhte Blutungsneigung (Blutungen in Haut und Schleimhäuten sowie Nasenbluten)

 

Schutz durch:

Insekten- / Zeckenschutz


Hepatitis contagiosa canis

Ähnlich wie die Staupe ist die Hepatitis eine schwere, tödlich verlaufende Krankheit, die durch ein hochansteckendes Virushervorgerufen wird. Zu den typischen Anzeichen gehören Erbrechen, Übelkeit und Gelbsucht. In einigen Fällen kann die Krankheit einen milderen Verlauf nehmen; vielfach ist jedoch stationäre Behandlung erforderlich. Manche Tiere sterben bereits, bevor die Krankheit erkannt wird. Der Erholungsprozess kann langwierig sein und nicht selten bleiben schwere Organschäden zurück. Als Schutzmaßnahme eignet sich nur eine Impfung.

 

Übertragung:

Die Infektion erfolgt vor allem durch den Kontakt mit infektiösem Urin oder urinhaltigem Futter bzw. Wasser.

 

Hauptsymptome:

Als Symptome treten Fieber, Apathie, Erbrechen, Durchfall, Durst, verweigerte Nahrungsaufnahme, Leibschmerzen und Gelbsucht auf. Außerdem kann es durch die Zerstörung der Gefäßwände zu Blutungen und Wassereinlagerungen kommen.

 

Vorbeugung:

Die Impfung ist die einzige Möglichkeit, Ihren Hund zu schützen. Moderne Impfstoffe schützen drei Jahre vor dieser Erkrankung.

 

Schutz durch:

Impfung


Hepatozoonose

Die Hepatozoonose (hepato = Leber) ist eine Erkrankung, von der verschiedene innere Organe betroffen sind. Je nach Schwere der Erkrankung sind auch Todesfälle in Folge der Organschäden durch den Erreger möglich. Die Ansteckung erfolgt durch Verzehr oder Zerbeißen der Braunen Hundezecke(Rhipicephalus sanguineus). Bei der Katze ist die Hepatozoonose eine seltene Erkrankung. Eine gute Zeckenbekämpfung ist die beste Prophylaxe. Wirksame Zeckenpräparate stehen in Form von Tabletten, Spot-Ons und Halsbändern zurVerfügung.

 

Übertragung:

Die Ansteckung erfolgt durch Verschlucken oder Zerbeißen von infizierten braunen Hundezecken (Rhipicephalus sanguineus).

 

Hauptsymptome:

Der Erreger vermehrt sich in der Muskulatur was zu

Entzündungen und Schmerzen mit einem steifen, hinkenden Gang führt. Durch die andauernde Schonung der Muskulatur, baut sich diese dann ab (Muskelatrophie).Durch Eindringen der Erreger in die Darmwand mit anschließender Vermehrung kommt es in Folge einer Infektion zu blutigen Durchfällen. Außerdem reagiert der Organismus häufig mit wiederkehrendem Fieber. 

 

Schutz durch:

Insekten- / Zeckenschutz


Leptospirose

Die Leptospirose wird durch Bakterien übertragen. Die Ansteckung erfolgt hauptsächlich über infizierten Urin von Überträgern wie Ratten und Mäusen oder auch anderen Hunden. Durch solchen Urin verunreinigteGewässer stellen eine Hauptansteckungsquelle dar. Auch Menschen, die mit infiziertem Tierurin in Kontakt kommen, können sich anstecken. Die wichtigste Vorbeugemaßnahme ist eine Impfung, die möglichst viele Erregerstämme(„Serovare") abdeckt. Da die Leptospirose eine gefährliche Krankheit ist, die auch tödlich verlaufen kann, zählt auch diese Impfung zu den Pflichtimpfungen.

 

Übertragung:

Über den Urin infizierter Nagetiere wird die Umwelt mit dem Erreger kontaminiert und andere Tiere können sich indirekt durch den Kontakt mit infiziertem Urin und der kontaminierten Umwelt (Gewässer, Pfützen, Erde, Schlafstelle, Wasser, Futter usw.) anstecken. Daneben können sich Hunde aber auch direkt bei infizierten Artgenossen, z.B. durch Bisse infizieren.

 

Hauptsymptome:

Es kommt zu Erbrechen, Fieber, Durchfall bis hin zur braun-gelbfärbung des Urins und der Schleimhäute.

 

Vorbeugung:

Lassen Sie Ihren Hund jährlich gegen Leptospirose impfen.

 

Schutz durch:

Impfung


Parvovirose

Bei dieser hochansteckenden Viruserkrankung handelt es sich um eine schwere Krankheit, die insbesondere bei Welpen tödlich verlaufen kann. Massives Erbrechen und oft blutiger Durchfall sind Hauptsymptome. Die Behandlung ist sehr schwierig und oft erfolglos. Daher gehört die Impfung nach den deutschen Impfempfehlungen für die Kleintierpraxis zu den Pflichtimpfungen.

 

Übertragung:

Hunde nehmen das Virus z. B. mit kotverschmutztem Futter

oder infizierten Trinknäpfen auf. Die Viren können ebenfalls durch das Haften an Kleidung oder an Fell von genesenen Tieren weiterverbreitet werden.

 

Hauptsymptome:

Die Tiere zeigen heftigen Durchfall und Erbrechen, wirken „ausgetrocknet" und apathisch.

 

Vorbeugung:

Lassen Sie Ihren Hund gegen Parvovirose impfen. Moderne Impfstoffe schützen drei Jahre vor Parvovirose.

 

Schutz durch:

Impfung


Staupe

Das Staupevirus ist dem Masernvirus sehr ähnlich und ruft eine schwere, potenziell tödliche Krankheit hervor. Die Ansteckung erfolgt über Sekrete und Exkrete infizierter Hunde (Tröpfcheninfektion) und das Krankheitsbild ist sehr variabel. Eine spezifische Behandlung gibt es nicht, somit ist die Impfung die einzig wirksame Vorbeugungsmaßnahme. Nach den Impfempfehlungen für die Kleintierpraxis gehört die Impfung gegen Staupe zu den Pflichtimpfungen.

 

Übertragung:

Hunde stecken sich meist durch eine Tröpfcheninfektion an. Die Weitergabe des Virus erfolgt durch verunreinigte Nahrung und Näpfe.

 

Hauptsymptome:

Erbrechen, Durchfall, die Nasenöffnungen sind mit eitrigem Sekret verklebt und es kommt zu Husten. An den bleibenden Zähnen kann es zu Schmelzdefekten kommen. Eine einmal überstandene Staupe verleiht lebenslange Immunität.

 

Vorbeugung:

Eine Impfung ist der einzig wirksame Schutz gegen Staupe. Inzwischen gibt es Impfstoffe, die drei Jahre vor Staupe schützen.

 

Schutz durch:

Impfung


Tollwut

Die Tollwut gehört zu den am längsten bekannten viralen Infektionskrankheiten und ist sicher auch die gefürchtetste. Noch immer sterbe #n jährlich weltweit zehntausende Tiere und Menschen. Tollwut ist nicht heilbar. Die Übertragung erfolgt durch infizierten Speichel. Dank intensiver veterinärbehördlicher Maßnahmen konnte die Tollwut in Westeuropa eingedämmt werden. Die Impfung gegen Tollwut ist im Reiseverkehr gesetzlich geregelt und vorgeschrieben.

 

Übertragung:

Hund, Katze, Frettchen und Mensch stecken sich durch den Biss von bereits infizierten Tieren an.

 

Hauptsymptome:

Normalerweise scheue Tiere sind überfreundlich, starkes Speicheln, „heiseres" Bellen, stupider Blick

 

Vorbeugung:

Wenn Ihr Tier erst an Tollwut erkrankt ist, darf es nicht behandelt werden. Eine Tötung des Tieres ist vorgeschrieben. Lassen Sie Ihr Tier daher gegen Tollwut impfen. Im Reiseverkehr ist diese Impfung zudem vorgeschrieben. Wenn Sie selbst von einem tollwutverdächtigen Tiergebissen worden sind, suchen Sie sofort einen Arzt auf.

 

Schutz durch:

Impfung


Giardien

Giardien können sowohl bei Menschen als auch bei Hunden ,Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen und anderen Tieren im Magen-Darmtrakt vorkommen. Sie sind mikroskopisch kleine, einzellige Organismen .Giardien sind Parasiten, dies bedeutet, dass sie sich auf Kosten Ihres Gastwirtes (Mensch oder Tier) ernähren. Zurzeit sind sie, nach Würmern, wohl die zweithäufigste parasitäre Infektion (etwa 10% der Weltbevölkerung sind mit Giardien infiziert).

 

Übertragung:

Die Giardien werden durch den Mund aufgenommen und wandern zunächst zum Dünndarm. An ihrer Bauchseite haben sie eine Art Saugnapf,mit dem sie sich an der Darmwand festhalten und diese so schädigen. Außerdem vermehren sie sich durch Zweiteilung explosionsartig .Im Enddarm entsteht aus jedem Parasiten eine Zyste; dies bedeutet, dass er eine schützende Hülle bekommt. Anschließend werden die Zysten mit dem Kot ausgeschieden. Durch die Zystenform sind die Giardien nicht empfänglich für normale Desinfektionsmittel und auch viele chemische Mittel können ihnen nichts anhaben. Daher sind sie außerhalb des Darmes noch etwa 1 Monat infektiös. In feuchter Kälte können sie mitunter mehrere Monate überleben. In diesem Zystenstadium sind die Giardien sehr infektiös und werden auf andere Menschen oder Tiere übertragen!

 

Symptome:

Ältere Hunde und Katzen haben selten Symptome; sie können aber, ohne selber krank zu sein, die Giardien mit dem Kot ausscheiden. Wenn Ihr Tier also keinen Durchfall hat, ist dies keine Garantie dafür, dass es keine Giardien hat! Welpen, junge oder kranke Hunde und Katzen sowie gestresste Tiere leiden häufig an chronischem Durchfall, der oft mit Schleimüberzogen ist und fettig oder gelblich aussehen kann. Eventuell kann der Durchfall auch blutig sein. Meistens haben die Tiere einen normalen Appetit, können aber trotzdem abnehmen. Manche Tiere leiden an Übelkeit, Erbrechen und Fieber. Es kann auch Blutarmut oder Juckreiz/Ekzem entstehen.

 

Behandlung:

Medikamente, gute hygienische Wohnverhältnisse