Auslandshunde, eine Herzensangelegenheit von uns....

Wir bekommen oft die Frage gestellt, warum wir überhaupt Hunde aus dem Ausland holen, es würde hier ja genug geben. Das ist ansatzweise schon richtig, aber wer einmal gesehen hat wie Hunde in den östlichen und südlichen Ländern leben bzw. vor sich hinvegetieren müssen weiß, warum wir wenigstens für ein paar Hunde die Welt retten.

Wichtig für uns ist, dass wir weder Hunde mit aggressiven Verhaltensweisen oder extremen Angstzuständen ins Land holen. Hier tun wir uns und den Hunden keinen Gefallen, denn ein geeignetes Zuhause zu finden für so ein Tier ist sehr schwer, abgesehen ist es nicht super ein total panisches Tier so lange in eine Kiste zu sperren um es zu transportieren.

So leid es uns tut aber es gibt in manchen Sheltern, so werden öffentliche Tierheime im Ausland genannt, bis zu 2000 Hunde und da müssen wir leider raussuchen welcher Hund die größte Chance auf ein neues Zuhause hat.

Behinderungen oder Sinneseinschränkungen wie Taubheit, Fehlen eines Auges, o. Ä. stellen für uns kein Problem dar wenn das Tier trotzdem seinen normalen Lebensbedürfnissen nachgehen kann und nicht unter Schmerzen steht.

 

Wir arbeiten hauptsächlich mit kleinen Auffanglagern in verschiedenen Ländern zusammen, die pro Lager etwa 30 Hunde betreuen. Wir haben dort deutsche oder englische Ansprechpartner, eine gute gesundheitliche Versorgung der Hunde, die Hunde leben in Rudeln, d.h. sie sind sehr Verträglich mit Hunden und es gibt in vielen Auffangstationen auch die Möglichkeit sie mit Katzen testen zu lassen.

Außerdem fahren oder fliegen unsere Auslandshunde nur mit von uns ausgesuchten Transportunternehmen, die zwar meistens etwas teurer sind, aber wirklich professionell arbeiten, die Hunde während der Fahrt mit Futter und Wasser versorgen und die Käfige reinigen.

Unsere Hunde haben alle die Mittelmeerbluttests, obwohl die keine Pflicht sind um ausreisen zu dürfen, außerdem sind alle Hunde beim Veterinäramt über TRACES gemeldet und auf unseren Verein registriert.


Wo kommen unsere Hunde her?

Rumänien
Die Lebensumstände in Rumänien sind für Hunde mehr als katastrophal. Viele leben auf der Straße und werden von Hundefängern eingefangen, die sie in ein Shelter bringen. Hier leben oft bis zu 2000 Hunde in verschiedenen Zwingern, oft nicht mal nach Alter, Geschlecht oder Größe getrennt. Manche Hunde verhungern, weil es kaum Essen gibt, andere Hunde sterben nach Beissattacken von anderen Hunden oder werden aufgrund der unhygienischen Zustände krank und verenden qualvoll weil niemand es mitbekommt. Den meisten rumänischen Sheltern ist das Töten der Hunde zu teuer, sie werden ihrem Schicksal und somit sich selbst überlassen.
Wir haben mehrere kleine Organisationen in Rumänien die in Sheltern oder auf die Straßen gehen, Hunde dort kastrieren, medizinisch versorgen oder zum Teil euthanasieren lassen.

Damit wir auch Vorort etwas verändern, haben wir uns dazu entschieden ein Kastrationsprojekt zu veranstalten. Geplant sind ca. 80 Tiere.

Bosnien
In Bosnien gibt es noch relativ viele Straßenhunde aufgrund von vielen unkastrierten Hunden, da fast kein Hundehalter Geld dafür investiert. Die Welpen werden dann einfach ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen, gerade deshalb gibt es dort auch sehr viele Junghunde die ein Zuhause suchen.
Außerdem gibt es noch riesige öffentliche Tierheime am Rande von Großstädten die die Tiere je nach Platz eine bestimmte Zeit aufbewahren um sie dann zu vergasen.
Wir haben hier eine deutsche Ansprechpartnerin die die Welpen direkt von der Straße holt, Hündinnen kastriert, Futterplätze für die Straßenhunde einrichtet, diese gesundheitlich versorgt und Aufklärungsarbeit leistet.
Spanien
In Spanien gibt es auch viele öffentliche Shelter, hier werden die Hunde aber teilweise komplett isoliert voneinander und haben nur zu den Fütterungszeiten Kontakt mit Menschen. In Spanien bekommen die Hundefänger für jeden einzelnen Hund eine Provision vom Staat, drum gibt es hier wenige Straßenhunde.
Nach Ablauf von ein paar Wochen und je nach Belegung der Shelter werden die Hunde dann mit einer Injektion euthanasiert.
In Spanien sitzen auch sehr viele Rassehunde die abgegeben wurden, weil sie nicht mehr modisch genug sind oder weil manche Jagdhunde keinen Jagdtrieb haben.
Wir haben hier auch ein paar Auffanglager mit denen wir zusammen arbeiten.

"Wir können nicht alle Hunde dieser Welt retten, aber wir können die ganze Welt eines Hundes retten"